Herzlich Willkommen zur Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße

 

 

AKTUELLES

 

Preise

 

Preisträger der DAM Forschungsakademie in Erlangen 2016

Christoph Köpple: Endotheliales Connexin43 als angioinduktiver Effektor


DAM-Wissenschaftspreis 2017

Jurij Kiefer: „Die Rolle des angeborenen Immunsystems nach allogener Hinterlauftransplantation in der Ratte“

 

1. Preis des Symposiums „Junge Forscher in der Mikrochirurgie“ der DAM, Erlangen April 2017

Aijia Cai: „Skelettmuskel Tissue Engineering auf PCL-Kollagen-Nanofaserscaffolds im mikrochirurgischen Gefäßschleifenmodell“

 

 

Jahrestagung DAM 2017

 

Die 39. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße (kurz: DAM) findet am 16. November 2017 – 18. November 2017 in Freiburg im Breisgau statt.

Die Deadline zur Einreichung Ihres Abstracts ist beendet. 

Mehr Informationen zum Programm, Tagungsort, Beitragseinreichung sowie zur Registrierung finden Sie HIER.

 

 

Prof. Dr. Hanno Millesi am 28.4. 2017 in Wien verstorben                  Unbenannt

 

Die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC) und die Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße (DAM) geben das Ableben Ihres Ehrenmitglieds, Herrn Univ. Prof. Dr. Hanno MILLESI, bekannt.

 

 

Wien 28-04-2017.

 

Hanno Millesi wurde am 24.03.1927 in Villach als Sohn eines Arztes geboren. Nach dem Studium der Medizin und Promotion zum Doctor medicinae universae am 17.03.1951 an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck führte ihn sein Weg über die Pathologie am Wilhelminenspital an die Chirurgie der 1. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien unter der Leitung von Professor Leopold Schönbauer. 1955 erfolgte der Beginn der Ausbildung in Plastischer Chirurgie in Wien mit einem Auslandsaufenthalt in Schweden bei Doz. Dr. Alan Ragnell. Auf Grund seiner umfangreichen Untersuchungen zur Pathogenese und Therapie der Dupuytrenschen Kontraktur wurde H. Millesi 1967 die Venia legendi verliehen und 1972 wurde er zum außerordentlichen Professor und Leiter der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik berufen. 1975 wurde Professor Millesi zum Direktor des neu gegründeten Ludwig Boltzmann Institutes für Experimentelle Plastische Chirurgie ernannt und 1982 zum ordentlichen Professor. Seine Emeritierung von der Universitätsklinik Wien erfolgte am 30.9.1995. Seit 1996 war H. Millesi ärztlicher Direktor der Wiener Privatklinik.

Professor Millesi war einer der ersten Chirurgen, der mikrovaskulären Methoden in der Plastischen Chirurgie anwendete und führte 1974 in seiner Klinik einen Replantationsdienst ein, welcher der erste in seiner Art in Europa war. Seit 1964 beschäftigte er sich mit der Chirurgie des Plexus brachialis und veröffentlichte grundlegende Arbeiten auf diesem Gebiet. Der Bereich der peripheren Nervenchirurgie wurde durch Prof. Millesi revolutioniert und popularisiert, zu nennen sind u.a. die interfaszikuläre Nerventransplantation, die mikrochirurgische Neurolyse und die Millesi-Klassifikation.

 

Professor Millesi verfasste über 150 wissenschaftliche Publikationen und darüber hinaus bedeutende Hauptwerke in Buchform, welche als Standardwerke in der medizinischen Literatur gelten. Er wurde Ehrenmitglied in einer Vielzahl von Gesellschaften wie der American Society for Surgery of the Hand, der Association Espagnola de Microchirurgia, der Hungarian Society for Surgery of the Hand, der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie und der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Mikrochirurgie der peripheren Nerven und Gefäße (DAM), deren Gründungsmitglied er war.

Aufgrund seiner Errungenschaften erhielt er weltweite Anerkennung und nahezu unzählige hochrangige Auszeichnungen. Hanno Millesi wurde unter anderem 1972 der Eiselsberg-Preis verliehen, 1974 erhielt er den Jubiläumspreis der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, 1982 den Orden des Commendatore dell’Ordine della Republica Italiana zuerkannt. Er erhielt weiterhin das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, das Dieffenbach Relief und wurde 1992 zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Er war Inhaber des großen goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten, des Paracelsusringes der Stadt Villach und des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Professor Hanno Millesi wurde mit dem Millennium Award der International Society of Reconstructive Microsurgery ausgezeichnet und er wurde zum Doctor honoris causa der Medizinischen Akademie Wrocław in Polen ernannt.

 

Im Jahre 1989 gründete er die österreichische Gesellschaft für Handchirurgie und war ein international anerkannter Pionier der Handchirurgie.
Von ihm entwickelte Operationstechniken auf dem Gebiet der Nerventransplantation und in der Mikrochirurgie setzten neue Maßstäbe, die international Anwendung gefunden haben und ihn zu einem Wegbereiter der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie gemacht hat.

Wir trauern um einen Pionier des Fachgebietes, um einen großen Wissenschaftler, Lehrer und Chirurgen und einen Botschafter unserer Fachdisziplin in der Welt.

Univ. Prof. Dr. Christine Radtke
Leiterin der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der Medizinischen Universität Wien

Univ. Prof. Dr. Gerhard Pierer
Direktor der Univ. Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Medizinische Universität Innsbruck
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC)
Präsident der deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft der peripheren Nerven und Gefäße (DAM)